| Bereits 1930
begann Opel mit dem Bau des LKW-Modells Blitz mit 1,5t Nutzlast.
Aufgrund des großen Erfolges des Blitz baute das Unternehmen
ab 1935 eigens ein Werk zur LKW-Produktion in Brandenburg an der
Havel. Im Oktober des gleichen Jahres lief dort der erste Blitz-Lastwagen
vom Band.

1952 erhält der Opel Blitz ein neues Gesicht
und eine neue Technik. Deutlich moderner gezeichnet, mit gerundetem
Kühler und bauchigen Kotflügeln, entspricht der 1,75-Tonner
der runden, vom US-amerikanischen Fahrzeug-Design beeinflussten
Formensprache der 50er Jahre und bescherte ihm des Beinamen "Weichblitz".
Der 2,5-Liter-Sechszylinder leistet inzwischen 58
PS, der betont leise laufende Limousinen-Motor beschert dem Blitz
eine Sonderstellung auf einem von rauen Lkw-Triebwerken bestimmten
Markt. Der Clou des neuen Opel Blitz von 1955 ist die gestiegene
Ladekapazität: mit 2 Tonnen Nutzlast kann er mehr zuladen
als er wiegt. Der Blitz verfügt noch immer über einen
tadellosen Ruf, Spezialfirmen liefern Busaufbauten, Möbelkoffer,
Feuerwehren und Kommunal-Fahrzeuge auf Basis des wahlweise 3300
oder 3750 mm langen Fahrgestells.
Rund 20.000 Exemplare, Rahmen eingerechnet, verlassen
pro Jahr das Rüsselsheimer Werk, 89.767 „Rundschnauzer“-Einheiten
sind es bis zum Modellwechsel 1960.
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