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Phänomen
Granit
Im Jahre 1889 beteiligte sich der erfolgreiche Unternehmer Karl
Gustav Hiller an der Fahrradfabrik Müller & Preußger
in Zittau. Dort wurden Fahrräder unter dem Markennamen „Phänomen“
hergestellt. Ab 1898 Alleininhaber der Firma, brachte Hiller
im Jahre 1903 sein erstes Motorfahrzeug auf den Markt. 1907 folgten
die ersten dreirädrigen „Phänomobile“.

Diese
äußerst wendigen Fahrzeuge wurden für den Waren-,
Eil- und Posttransport
eingesetzt. In recht großen Stückzahlen auch an die
Deutsche Reichspost geliefert, erwiesen sich die „Phänomobile“
allerdings aufgrund Ihrer Grundkonstruktion auch als relativ „kippfreundlich“.
Nicht zuletzt aus diesem Grund stellte man im Jahr 1927 komplett
auf die Produktion von Motoren und leichten, vierrädrigen
Nutzfahrzeugen um. Als Nachfolger des auf Anregung durch die Reichspostdirektion
entwickelten
Phänomen 4 RL erschien im Jahre 1931 der Phänomen Granit25.
Diese
Fahrzeuge der 1,5-Tonnen- Klasse verfügten über die
Phänomentypische Luftkühlung. Neben ihrem Einsatz bei
der Deutschen Reichspost fanden Granit-Fahrzeuge auch verbreitet
Verwendung im leichten Überland- und Lieferverkehr der damaligen
Zeit. Die Phänomen-Werke in Zittau wurden nach dem Ende des
zweiten Weltkrieges in VEB-ROBUR-Werke Zittau umbenannt. Dort
wurden bis zum Ende der
DDR die berühmten ROBUR Lastwagen produziert.
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